Die Österreichischen Bundesbahnen. Eine Hassliebe. Wenn es funktioniert, gleitest du im Railjet mit 230 km/h durchs Land, schlürfst Kaffee und schaust auf die Alpen.
Wenn es nicht funktioniert, stehst du bei Minusgraden am Bahnsteig in Villach, der Hublift ist kaputt, und der Schaffner zuckt mit den Schultern.
Hier ist der Realitäts-Check für Bahnfahren in Rot-Weiß-Rot.
Die heilige Voranmeldung
Spontan mal nach Salzburg? Vergiss es. Die ÖBB verlangt (meistens) eine Anmeldung beim Mobilitätsservice. Früher waren es 24 Stunden, mittlerweile geht es auf großen Strecken oft kürzer (3-12 Stunden). Aber wehe, du meldest dich nicht an. Dann bist du der Bittsteller am Bahnsteig, der hofft, dass jemand den Schlüssel für den Lift hat.
Tipp: Die ÖBB Scotty App zeigt dir zwar Verbindungen an, aber ruf lieber an oder nutz das Online-Formular für die Hilfeleistung. Sicher ist sicher.
Railjet vs. Nightjet vs. Cityjet
- Der Railjet: Unser Liebling. Integrierter Hebelift (wenn er geht). Geräumiges Rolli-Klo (meistens). Platz in der 1. Klasse (zum Preis der 2. Klasse – danke, Behindertenpass!).
- Der Cityjet (neu): Ebenerdiger Einstieg! Ein Traum. Du rollst einfach rein. So sollte Zukunft sein.
- Der Nightjet: Schwierig. Es gibt zwar Abteile, aber die sind oft eng. Und wehe, du musst nachts raus. Abenteuerurlaub für Fortgeschrittene.
- Die alten Intercitys: Finger weg. Stufen so hoch wie der Großglockner, Klos so eng wie ein Schuhkarton.
Das Klo-Roulette
Das Universal-Gesetz der ÖBB lautet: Das barrierefreie WC ist zu 50% „Defekt“ oder von einer Schulklasse besetzt, die dort TikToks dreht.
Hast du den Eurokey? Er sperrt die Tür oft auch von außen auf, wenn die Elektronik spinnt.
Fazit
Bahnfahren in Österreich ist besser geworden. Wirklich. Aber plan genug Umsteigezeit ein. Wenn der Lift klemmt, sind 5 Minuten Umsteigezeit in Wien Meidling sportlich bis unmöglich. Und nimm dir was zu trinken mit – man weiß nie, wie lange man im „Niemandsland“ zwischen Gleis und Waggon steht.








